Deutschland, Harz, Sachsen Anhalt, Wandern
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Meine Wandertour durch den beeindruckenden Harz

Unser zweiter Tag im wunderschönen Harz beginnt mit einem großen und reichhaltigen Frühstück im Gasthof „Hexentreff“ in Thale, in dem wir auch genächtigt haben. Eine Nacht pro Person hat uns 35 Euro gekostet. Das Frühstück war inklusive.

Gestärkt machen wir uns auf die zweite Wandertour durch den Harz. Am ersten Tag ging es ins Bodetal, heute wollen wir jedoch weiter in den Süden vordringen und bis nach Stecklenberg wandern.

Über den Wilhelmsblick auf den Hexentanzplatz

Harz Wandertour Wilhelmsblick  Harz Wandertour Wilhelmsblick Blätter

Unsere Wanderung beginnt mit einem relativ steilen Aufstieg hoch zum Hexentanzplatz. Nach circa 300 Metern erreichen wir den ersten Aussichtspunkt, den Wilhelmsblick. Dankbar stürze ich mich auf die erst beste Sitzgelegenheit in Form eines Steines und hole tief Luft. Der Blick auf die gegenüberliegenden Granitfelsen, umgeben von bunten Laubbäumen, ist einfach nur atemberaubend.  Weiter geht es die letzten 200 Meter auf den Hexentanzplatz. Ich muss die letzten Meter jedoch alleine weiter, da meine Begleitung seinen Geldbeutel, inklusive Ladegeräte, in der Pension vergessen hat. In den Tiefen des Waldes sehe ich sogar einen Specht, der seinen Schnabel unermüdlich in die Baumrinde schlägt.

Durch tiefe Kiefernwälder zum Ochsensumpfteich

Harz Wandertour Kiefernwald  Harz Wandertour Ochsensumpfteich

Wir passieren die La Viershöhe, lassen den Tierpark links liegen und dringen immer weiter in die tiefe Waldlandschaft ein. Die Wege werden allmählich ruhiger und wir begegnen kaum noch anderen Wanderern. Erleichtert dem Besucherstrom endlich entkommen zu sein, schlendern wir gemütlich durch einen dichten und märchenhaft anmutenden Kiefernwald, der kaum Licht durch die Baumkronen lässt. Nach wenigen Minuten kommen wir am Ochsensumpfteich an. Genüsslich beiße ich in mein belegtes Brötchen und genieße die Ruhe.

Wir wandern immer weiter Richtung Stecklenberg und erreichen nach einem 15-minütigen Marsch durch den Wald die Georgshöhe. In freudiger Erwartung auf ein kühles Bierchen ziehe ich das Tempo an und steuere direkt auf die Pension „Forsthaus Georgshöhe“ zu. Leider müssen wir feststellen, dass es sich hier nur um ein „Gästehaus“ handelt und nicht um ein „Gasthaus“. Die Tücken der deutschen Sprache.

Harz Wandertour Glockenstein  Harz Wandertour dichter Wald

Leicht enttäuscht geht es weiter durch die beeindruckende Harzlandschaft. Nach circa 500 Metern entdecken wir den Glockenstein, ein riesiger Stein mitten im Wald. Ob es sich hierbei um einen erratischen Felsstein, also um einen ortsfremden Stein, oder um eine altgermanische Kultstätte handelt, weiß bis heute niemand wirklich. Einer Sage nach erklingt der Glockenstein in der Walpurgisnacht, um den Hexen den Weg zum Brocken zu weisen.

Das traumhaft schöne Wurmbachtal

Harz Wandertour Wurmtal  Harz Wandertour Wurmtal Weg

Unsere Wanderung führt uns weiter durch das idyllische Wurmbachtal. Die Landschaft ändert sich: Die kahlen Kiefern weichen den bunten Laubbäumen und es wird allmählich heller und freundlicher. Wir wandern auf teilweise sehr verschlungenen Wegen und steuern auf einen Aussichtspunkt zu, der einen sagenhaften Blick auf die umliegenden Wälder freilegt.

Harz Wandertour Winterklippen  Harz Wandertour Winterkaskaden

Etwa 1 Kilometer vor Stecklenberg entdecken wir bizarr geformte Felswände, die Winterklippen, die das Tal in Dunkelheit hüllen. Wenige Meter weiter gelangen wir zur Kalziumquelle, an der wir unsere Wasserflaschen auffüllen. Angesichts des hohen Kalziumgehalts kann ich leider nur wenige Schlücke nehmen, ohne mich übergeben zu müssen. Hier kann man auch gemütlich ein Picknick machen, da es ausreichend Sitzmöglichkeiten gibt.

Die Stecklenburg

Harz Wandertour Stecklenburg  Harz Wandertour Stecklenburg Ruine

Kurz vor Stecklenberg ragen die Reste der Stecklenburg durch die Baumzipfel. Eine Sage erzählt von einem Ritter, der auf der Stecklenburg zu Hause war, aber dem Bischof von Halberstadt nur Ärger brachte. Der Ritter weigerte sich vehement dem Stift Quedlinburg seinen Zins zu zahlen. Eines Abends jedoch, während sich der Ritter mit seinen Trinkkumpanen amüsierte und über den Bischof höhnte, fiel er plötzlich wie von einem Blitz getroffen tot um. Hier scheiden sich wohl die Geister, ob der tollkühne Ritter durch Gottes Hand oder einfach eines dummen Zufalls wegen gestorben ist.

Harz Wandertour Stecklenberg  Harz Wandertour Dorf Stecklenberg

Angesichts der fortgeschrittenen Stunde entschließen wir uns den Bus von Stecklenberg nach Neinstedt zu nehmen, um von dort wieder in den HEX (Harz-Elbe-Express) Richtung Heimat zu steigen.

Meine Wandertour durch den Harz für euch zum Nachwandern auf komoot.

 

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