Athen, Griechenland
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Ein Tag in Athen

Athen altes Haus Fassade

In diesem Herbst ging es für mich das erste Mal nach Griechenland auf die Kykladeninsel Paros über die ich schon so viel gelesen hatte. Da ich die Strecke von Berlin nach Paros nicht an einem Tag zurücklegen wollte, entschied ich mich, einen Zwischenstopp in Athen einzulegen. So setzte ich mich also Montag Nachmittag in den Flieger und machte mich erst mal auf nach Athen.

Aller Anfang ist schwer

Große Erwartungen an Athen hatte ich nicht und so entschied ich mich, mich einfach überraschen und treiben zu lassen. Vom Flughafen ging es dann mit dem Zug zur Unterkunft. Wenn ihr wie ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln vom Flughafen in die Stadt gelangen wollt, könnt ihr entweder mit der Metro oder/und wie ich mit dem Regionalzug fahren. Eine einfache Fahrt kostet in etwa 10 Euro. Wollt ihr weiter zum Hafen Piräus fahren, so könnt ihr mit dem Zug direkt dort hin fahren. Die Fahrt dauert ungefähr 70 Minuten.

Dummerweise fuhr ich erst einmal in die falsche Richtung und landete irgendwo außerhalb des Stadtkerns. Frustriert machte ich mich auf den Weg zurück, aber diesmal in die richtige Richtung und zur richtigen Unterkunft.

Da ich mit den öffentlichen Verkehrsmitteln noch nicht recht vertraut war, entschied ich mich für die nächstliegende Bushaltestelle und fuhr etwa eine Stunde mit dem Linienbus durch Athen. Es dunkelte schon ein wenig und irgendwie zeigte Athen sich mir in all ihrer Hässlichkeit. Ich muss es leider so sagen: Die Stadt enttäuschte mich und irgendwie fühlte ich mich nicht wohl.

Exarchia und Street-Art

Athen Street-Art Hauswand  Athen Streetart Wand

Ich hatte mir für Athen keinen richtigen Plan gemacht, da mein Ziel ja eigentlich Paros war. So ließ ich mich zunächst ein wenig treiben und mein Weg führte mich durch kleine, verwinkelte Straßen zum Viertel Exarchia. Ich entdeckte viel Street-Art auf meinem Weg und war etwas verwundert, wie gegensätzlich sich die Stadt mir darbot. Neben schick hergerichteten Fassaden finden sich sehr alte und verlassene Häuser mit wunderschönen Schmuckelementen und beeindruckenden Pergolen.

Athen buntes Viertel Exarchia  Athen Streetart schönes Viertel

Lykabettus – Der Berg der Athene

Athen Berg Lykabettus Blick Stadt  Athen Berg Lykabettus Weg

Ich ließ mich weiter durch Athen treiben und entschied mich, mir die Stadt von oben etwas genauer anzuschauen. Vielleicht offenbart sich mir auf dem Gipfel eines Berges die Schönheit Athens. Es ging also zum Lykabettus. Dem Mythos nach soll wohl Athene den Berg nach Athen gebracht haben, um einen Schutzwall vor der Akropolis zu errichten. Also ließ sie den etwa 270 Meter hohen Felsen einige Meter vor der Akropolis fallen. Athene muss riesig gewesen sein. Anders kann ich mir nicht erklären, wie man so einen gigantischen Felsbrocken so einfach tragen kann.

Der Weg auf die Spitze des Berges führt zunächst durch einen kleinen, lichten Nadelbaumwald, durch den man hin und wieder fantastische Aussichten auf Athen hat. Auf dem Gipfel des göttlichen Berges befindet sich eine kleine, süße Kapelle: Die Sankt-Georgs-Kapelle und eine große Aussichtsterrasse von der aus man wunderbar auf Athen blicken kann. Der Weg nach unten führte mich auf die andere Seite Athens zum alten Stadion.

  Athen Berg Lykabettus

Die Leiden des Sokrates

Athen Sokrates Gefängnis  Athen Gefängnis Sokrates Zelle

Weitaus spannender als die Akropolis und das Stadion war für mich das Gefängnis des Sokrates  am Fuße des Philoppapos Hügels an der Apostolou-Pavlou-Straße. Allerdings herrscht in der Gelehrtenwelt Uneinigkeit über die „wahre“ Höhle, in die man Sokrates nach seiner Verurteilung einkerkerte und in der er den Schierlingsbecher leeren musste.

Andere wiederum behaupten, die Höhlen seien lediglich Wohnungen aus dem 4. Jahrhundert, die man während des Zweiten Weltkrieges benutzte, Besitztümer des Archäologischen Museums zu verstecken.

Eine Nacht auf Griechisch

Athen altes Haus Fassade  Athen Streetart Haus Fassade

Am frühen Abend ging es für mich zurück in meine Unterkunft. Da ich Lust hatte, mich durch einige griechische Spezialitäten zu probieren, entschied ich mich für das Restaurant „Alexander the Great“, das mich nur wenig überzeugte. Ich probierte Moussaka, das mir irgendwie zu schwer im Magen lag und trank den roten Hauswein, der mir kalt serviert wurde und irgendwie leicht verwässert schmeckte. Etwas ernüchtert zog ich mit meiner Begleitung durch Athen und wir entschieden uns, noch ein alkoholisches Kaltgetränk zu uns zu nehmen.

Wir entschieden uns für die Teddyboy Bar auf der sehr lebendigen Taki-Straße im Zentrum Athens. Als Liebhaberin dunkler 80er Rhytmen fühlte ich mich hier sofort wohl. Der Weg dorthin führte uns jedoch durch ein etwas zwielichtiges Viertel und die Bar fällt auf der großen, sehr überlaufenen Straße nicht sofort auf, da sie von außen eher schlicht und dunkel gehalten ist.Eine andere, sehr nette Bar ist die Ela Na Sou Po Bar, ebenfalls im Zentrum gelegen. Hier könnt ihr bei lokalem Bier eher alternativer, rockiger Musik lauschen.

 

 

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